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Allgemeines und Wissenschafliches zur Ess-Sucht


Wer und Wann?

 

... diese Frage kann man noch nicht so genau beantworten.

Frauen und Männer sind im Vergleich zu Anorexie und Bulimie eher gleichermaßen betroffen.

Es gibt Personengruppen, die häufiger an Ess-Sucht zu leiden scheinen als andere. Dazu gehören korpulente Menschen und solche, die bereits aufgrund ihres Übergewichtes in Behandlung sind.

 



Wie äußert sich Ess-Sucht?

 

... durch wiederkehrende Essanfälle über einen längeren Zeitraum. Im Gegensatz zur Bulimia nervosa wird auf das "Loswerden" der aufgenmommen Nahrung durch Abführmitteln oder das selbst herbeigeführte Erbrechen verzichtet. Das sogenannte kompensatorische Verhalten bleibt aus.

Auch bei dieser Krankheit dreht es sich für die Betroffenen fast nur um das Essen. Sie haben ein ungewöhnliches Essverhalten, essen mehr als der Körper braucht, bis sie "übersatt" sind. Dann stellt sich meist ein unangenehmes Völlegefühl ein. Oder die Betroffenen müssen essen,obwohl sie eigentlich gar keinen Hunger haben. Oft essen sie allein, während sie sich niedergeschlagen (depressiv) und schuldig fühlen, denn sie können Heißhungeranfällen trotz aller festen Vorsätze nicht widerstehen. Die Betroffenen können ihr Essverhalten wirklich nicht mehr kontrollieren.

Da die Nahrung im Körper bleibt, leiden die Betroffen nicht nur unter den wiederkehrenden Essanfällen, sondern auch unter deren Folge: dem Übergewicht.

 



Welche Folgeerscheinungen hat Ess-Sucht?

 

... Betroffene verlieren jegliches Gefühl für Hunger. Ess-Sucht kann zu starkem Übergewicht mit allen seinen Nebenwirkungen führen. Dies äußert sich z.B. darin, dass man bei körperlichen Arbeiten schneller ermüdet, stärker schwitzt oder Atemprobleme hat, wie Kurzatmigkeit.

Übergewicht begünstigt viele schwere Folgeerkrankungen. Dazu gehören verschiedene Herzkrankheiten, Gelenkabnutzungen, Stoffwechselstörungen, Schlafstörungen, ein erhöhtes Krebsrisiko (u.a. für Dickdarm-Krebs, Brust-Krebs und Gebährmutterhals-Krebs) sowie psychische Belastungen.

 

Forschungskriterien für die Binge-Eating-Störung nach der vierten Version des Symbol externer LinkDiagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen (DSM-IV) der American Psychiatric Association (APA) von 1994.

 

Quelle: de Zwaan, M. (2001): Binge eating disorder and obesity. Int J Obes Relat Metab Disord, 25 Suppl 1, 51-55.

 


 

Letzte Änderung: 10/2004



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Essstörungen und Adipositas

Allgemeine und wissenschaftliche Hinweise zur Entstehung

und Behandlung von Ess-Sucht