Die Minnesota-Studie 1944 (auch Keys-Studie)Diese Studie, die 1944 von Keys und anderen begonen wurde, untersuchte die Auswirkungen des Hungerns, insbesondere sollte ermittelt werden:
Als Versuchspersonen dienten junge gesunde männliche Wehrdienstverweigerer, die ein Jahr in dem sogenannten "Hunger-Camp" untersucht wurden. Nach einer dreimonatige Baseline-Phase, mit Zufuhr der individuell gewohnten Nahrungsmengen, wurde die Kalorienzufuhr für jede Versuchsperson 6 Monate lang individuell halbiert. Anschließend wurde drei Monate lang die Kalorienmenge - langsam steigernd - wieder auf ihr ursprüngliches Niveau erhöht. Wesentliche Ergebnisse dieser Studie, die 1950 veröffentlicht wurde, waren:
Die Ergebnisse dieser Studie haben einen bedeutsamen Anteil an dem heutigen Verständnis von Regulationsmechanismen des Körpergewichts ("SetPoint"-Theorie, Diätenfolgenabschätzung, usw.). Die Verhaltens- und Verhältnisähnlichkeiten der Minnesota-Versuchspersonen mit an Bulimia nervosa oder Anorexia nervosa erkrankten PatientInnen, weisen auf einen direkten Zusammenhang dieser psychisch-sozialen Erscheinungen mit biologisch-physiologischen Faktoren hin.
Erstellt von Lysann Rall, 10/2004
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