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herold: Das verstehst du nicht |
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Als ich meine heutige Ehefrau vor 12 Jahren kennenlernte hatte ich nicht die geringste Ahnung darüber was eine Essstörung überhaupt ist. Meine Frau hat wohl bereits in ganz jungen Jahren angefangen diese Essstörung zu entwickeln und lernte wohl auch dadurch ihr Umfeld perfekt zu täuschen. Erst durch den Hinweis eines Bekannten der wohl slbst betroffen war habe ich damals realisiert das meine Frau ein ernsthaftes Problem hat.
Ich hatte versucht damit so neutral als möglich umzugehen da ich ihr helfen wollte aber leider lies sie mir nicht die Chance. In den letzten 12 Jahren gab es immer hochs und tiefs. Mal hatte ich den Eindruck das es ihr besser gehe und dann erfuhr ich durch Zufälle das sie mich wieder getäuscht oder belogen hatte und ihre Erkrankung immer ein Teil unseres Lebens war.
Ich weis nicht ob es richtig war so zu handeln aber im laufe der Jahre habe ich immer mehr versucht das negative von ihr fernzuhalten und sie vor allem zu beschützen. Ich habe ihr dadurch auch alles durchgehen lassen und zunehmend litt unsere Ehe ganz extrem unter der ganzen Situation. Es gab immer öfter streit und es gab wohl nichts das wir uns nicht an den Kopf geworfen hatten. Wir haben uns immer geliebt und eine Trennung stand für mich nie zur Diskusion aber ich wusste mir irgendwann nicht mehr zu helfen wodurch es auch mir immer schlechter ging. Jeder Betroffene weiß wie es ist seinen Partner so leiden zu sehen und nichts machen zu können. Immer wenn man das Gespräch sucht kommt der Staz "das verstehst du nicht".
Vor 2 Jahren ereilte uns dann ein schweres Schicksal in der Familie was dazu geführt hatte das sich meine anfangs Bulimiekranke Frau der Magersucht hingab und ca. 50 Kilogramm abgenommen hat. Durch einige Zusammenbrüche sowie Lähmungen aufgrund von Mangelerscheinungen hat sie jetzt wohl registriert das sie ein Problem hat und etwas tun muss. Sie bemüht sich zur Zeit um einen Therapieplatz und wird Therapeutisch betreut. Ich bin darüber sehr froh musste aber feststellen das ich echt ausgebrannt bin. In 12 Jahren habe ich nie mit jemanden über meine Sorgen und Ängste sprechen können, hab immer alles mit mir ausgemacht. Deswegen hoffe ich hier gleichgesinnte zum Erfahrungsaustausch zu finden. Oft wird leider verkannt das auch wir Partner sehr unter der Situation leiden.
Ich hoffe ich habe jetzt nicht zu sehr ums Thema herumgeschrieben aber mir fällt es noch sehr schwer über das alles zu sprechen.
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Essstörungen - Gewicht Essen Abnehmen
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Lady Muffin:
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Hallo herold!
Erstmal willkommen hier und:
Ich finds super, wie sehr du deine Frau unterstützt.
Ich kann mir vorstellen, dass ihr so ein rückhaltloses Vertrauen und dein Halt v.a. in so einer schweren Phase ihres Lebens guttut.
Vielleicht könntest du ja, wenn deine Frau einen Therapieplatz gefunden hat ein, zweimal mit ihr dorthingehen, um zu erfahren, wie du dich am besten verhalten kannst.
Ich wünsche dir und auch deiner Frau viel Kraft und alles Gute.
PS: Hat sie 50 Kilo oder auf 50 Kilo abgenommen?
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Forum Angehörige - Körper Kalorien Fitness Sport
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MannImMond:
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Hallo Herold.
Ich bin aus dem gleichen Grund hier wie du. Ich bin ausgebrannt, liebe meine Partnerin, möchte sie unterstützen, wie sie mich in meinem Leben.
aber ich werde ausgeschlossen. Sie sagt immer "ich schaffe das allein. Ich brauche dich dazu net" und das in allen Bereichen, alles macht sie (mit sich) selber aus und merkt gar nicht, daß ich es dadurch auch so tun muß. Sie hat ihr Leben ganz gut im Griff (soweit ich weiß), aber ICH möchte das mit ihr zusammen tragen. Sie stößt mich ständig weg, jagt mich dahin, wo der Pfeffer wächst und kann, wennn der Sturm vorbei ist, doch so liebenswert sein.
Ich verstehe einfach nicht, warum sie sich nicht mit mir darüber unterhalten will. Sie ist nicht in Therapie, will das auch nicht. Kann man denn so leben wollen?
Sie hat es mir damals ziemlich früh erzählt, aber wofür, wenn sie mich nicht hineinläßt in diese Welt? Ich verstehe es wahrscheinlich einfach wirklich nicht.
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Essstörungen - Gewicht Essen Abnehmen
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twinka: RE: Das verstehst du nicht |
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| Zitat: |
Original von herold
Sie bemüht sich zur Zeit um einen Therapieplatz und wird Therapeutisch betreut. Ich bin darüber sehr froh musste aber feststellen das ich echt ausgebrannt bin. In 12 Jahren habe ich nie mit jemanden über meine Sorgen und Ängste sprechen können, hab immer alles mit mir ausgemacht. Deswegen hoffe ich hier gleichgesinnte zum Erfahrungsaustausch zu finden. Oft wird leider verkannt das auch wir Partner sehr unter der Situation leiden.
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Einerseits finde ich es toll, dass du über eine so lange Zeit deiner Frau zur Seite standest/stehst, aber es ist auch wichtig, dass du dich zum Teil abgrenzt.
12 Jahre sind eine verdammt lange Zeit und ich kann mir vorstellen, wie belastend das sein muss.
Aufjedenfall finde ich es wichtig, dass du etwas für dich tust, damit meine ich nicht, dass du dich nicht mehr um sie kümmern sollst, sondern Menschen findest, die dir helfen und Unterstützung bieten.
Vielleicht Bekannte, Freunde oder auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige?
Es bringt weder dir, noch deiner Frau etwas, wenn du irgendwann nicht mehr kannst und dann eventuell noch selbst krank wirst.
Ich wünsche dir und deiner Frau alles Gute!
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Forum Angehörige - Körper Kalorien Fitness Sport
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edr: Hallo Leidensgenosse... |
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Ich muß erschreckend beobachten und feststellen wie sehr sich alles ähnelt.Bin ebenfalls Angehöriger, dh. meine Frau ist ebenfalls Bulimisch.
Bin seit 17 Jahren verheiratet haben zwei Kinder.17 und 13 .
Wenn ich alles so lese was die Partner und angehörigen so schreiben denke ich ,ihr redet von mir .Ich weiß auch nicht mehr was ich machen soll.Da geht man zusammen die allerschwierigsten Wege im Leben ,man hält es durch Dick und Dünn .Vor 3 Jahren ist der Vater meiner Ehefrau gestorben,seitdem habe ich das Gefühl das sich die Persönlichkeit dramatisch geändert hat.Man weiß nicht mehr wer dieser Mensch ist.Wie kann ein Mensch sich denn so stark Negativ ändern?Ich kann das nicht verstehen .Sicherlich gibt es in jeder Gemeinschaft oder Familie Probleme, teilweise auch massive Streitigkeiten.Wir sind sogar so weit das wir über Trennung reden.Wahrscheinlich geht es in die Richtung.Begründung ist hierfür Ihrerseits ganz einfach .Sie sagt ich habe mich immer angepaßt!Wollte immer deine Liebe.
Ja nur, wie kann man einen Menschen lieben der sich nur anpaßt?Ist Anpassung das Kriterium einer Ehe oder Partnerschaft?Ist es dann nicht eine Egoistische Liebe? Wahrscheinlich war das eine Überlebensstartegie von Ihr gewesen.Habe auch immer das Gefühl das sie immer nur auf der Flucht ist ,on zuhause oder draußen überall.Am meisten tut es mir für die KInder leid,denn die können es nicht verstehen.Zumindest jetzt nicht ,aber so wie es aussieht muß ich wohl versuchen dise Verhaltensweisen von Ihrer Mutter zu erklären.
Na ja, wünsche auch den Angehörigen viel ,viel Geduld ,und vor allem Starke Nerven. Das brauchen wir.Ein Fach Therapeut hatte mir mal gesagt ,das man nicht alles was die Bulimiker sagen so ernst nehmen sollte. Ich würde mich freuen wenn Ihr auch mal was dazu schreiben würdet. Es ist verdammt schwer auszuhalten.....So ein Haß ,Abwertung, Manipulation kann es nicht geben.Bin Baf was die Krankheit alles mit sich bringt. Sie will sich auch nicht Terapieren laßen, sie sagt mir das ich Krank wäre. ( Irgendwann macht sie mich Krank) Das stimmt! :-)
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Essstörungen - Gewicht Essen Abnehmen
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ab-server-Foren
07.02.2012 15:12
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