Plötzliche Angst: Panikattacken in den Griff bekommen

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    • Plötzliche Angst: Panikattacken in den Griff bekommen

      Leidet jemand daran und wie äussern sich die Symptome bei demjenigen?

      Ich Leide seit Anfang des Jahres darunter und habe Gestern die Diagnose bekommen .

      Dies ist wohl die Quittung für meinen Raubbau am eigenen Körper.

      Welche Strategien habt ihr entwickelt, ich würde mich darüber gerne austauschen .
      Es passt nicht hierher doch ich habe keine Lust mich in einem anderen Forum anzumelden .
      Ich weiss allerdings, dass viele welche mehr oder minder darunter leiden / betroffene zusätzlich an anderen Suchterkrankungen zu Knabbern haben .

      Nun zu einer abgekürzten Shortstory des Verlaufes .

      Ich fühle mich seit Ende Dezember Müde und auf eine art Antriebslos ohne erschaulichen Grund
      Ich habe ein ständiges wenn auch leichtes Zittern in den Fingern
      Ich hatte nun mehrere Anfaelle die einer Epilepsie gleichkommen
      Herzkreislaufstörungen
      Schwindel
      Das Gefühl mich aufzulösen
      Hitze die vom Bauch her meinen ganzen Körper erfasst
      Das Gefühl ich falle in Ohnmacht
      Angst einen Anfall zu bekommen in der Öffentlichkeit
      der ist ganz unangenehm ! ich ertrage dann nicht einmal das T-Shirt auf meinem Körper ( ÜBerempfindlichkeit)
      Das Gefühl zu Sterben


      Meine Strategien :
      Ablenken
      Musik
      Menschen die davon Wissen
      Mich der Angst nicht hingeben
      Ihr nicht gehorchen( Plötzliches Aussteigen aus einer strassenbahn z.b )
      Handy für Notfall dabei


      Ich hätte nie gedacht , obwohl ich oft solche Symptome hatte die mit den verschiedenen Typen von Angst einhergehen dass es mich trifft.
      Ich habe diese Attacken nun seit Dienstag Täglich - Ich hatte da meine erste OP
      kann so etwas die Angst verschlimmern ? - weil ich hatte echt Schiss vor der OP ich bin ja sonst ein Schlitzohr ( Ich hab ja wirklich ne Menge Scheisse gebaut mit meinem Körper , Gott Verzeih mir ! ) aber ich merke wie sehr ich Angst habe wenns darum geht die Kontrolle anderen zu überlassen . Ich habe das vorher nur geahnt .

      Vielen Dank fürs Lesen wer auch immer du bist :)
      warte, luegä, losä, laufä :)
    • Meine Symptome nochmal genau - es sind nicht alle gleichzeitig miteinander- Dies ist aber schon vorgekommen - mehrmals was auch mit Krampfanfällen verbunden war
      Einmal habe ich alles doppelt gesehen als wäre ich Sturzbetrunken !, ich war in der Stadt und war völlig Hilflos wäre ich alleine gewesen wäre ich nebst dem noch in Panik gekommen. Es kam plötzlich ! als ich Zwillinge sah und dann merkte dass es nur Jemand war.
      Ich musste stets ein Auge schliessen um normal zu Sehen

      Schwindel
      Unscharfes Sehen ..Pixel, doppelt , Punkte , schwarze Löcher
      Bleich wie die Wand
      Durst oder absolute abneigung
      Erstickungsgefühle
      Das Gefühl mich aufzulösen ( kann ich gut umgehen mit langsam )
      Das Gefühl jemand sitzt auf meiner Brust
      Das gefühl jemand berührt meine Schulter ( Creepy dacht ich erst )
      Herzziehen,beben, klopfen unregelmässig
      Druck auf dem Solarplexus
      Innere Hitze meist mit einem schmerzhaften Ziehen bis zum Hals und Nacken bis ins Gehirn also Kopf - danach Kopfschmerzen
      Gefühl zu Sterben
      Jucken und Kribbeln in den Fingern , kribbeln auch in den Beinen und einknicken ..das Gefühl nicht sicher zu sein auf den Beinen
      Schwäche
      Jucken nach ende des Anfalles ... ich hielt es mal kaum mehr aus habe meine Hände an Wände gerieben
      Null Konzentration
      Wut
      Sinne erhöht, besonders Geräusche !
      Verlangsamtes Reden und Denken
      Durchfall
      Schwitzen
      übelkeit
      Nervosität als ob ich einen Auftritt vor einer Million hätte .
      Keinerlei Geduld mehr - Nerven blank
      Angst einen Anfall zu bekommen in der Öffentlichkeit - also Angst vor Angst

      der ist ganz unangenehm ! ich ertrage dann nicht einmal das T-Shirt auf meinem Körper ( Überempfindlichkeit)
      Danach extreme Müdigkeit

      Meine Strategien :

      Ablenken

      Musik

      Menschen die davon Wissen

      Mich der Angst nicht hingeben

      Ihr nicht gehorchen( Plötzliches Aussteigen aus einer strassenbahn z.b )

      Handy für Notfall dabei

      Akzeptieren
      Das Wissen wie die Angst verläuft
      Das ich daran nicht sterbe ! und wenn dann..wars ein Witz ( das kanns doch nicht gewesen sein)
      Das man sich nicht auflösen kann
      warte, luegä, losä, laufä :)
    • Ich kenne das so in Form nicht...aaaber, ich wollte sagen...Hi :) . Ich hab mir ab und an Gedanken gemacht wo du bist und ob es dir gut geht. Einfach nur so, du hast halt hier irgendwie gefehlt :) . So, genug geschleimt :P ,schönen Mittwoch noch und ich hoffe es findet sich wer, der das alles kennt und mit dem du dich austauschen kannst.
      "Als
      ich 5 Jahre alt war, hat mir meine Mutter immer gesagt, dass
      Fröhlichkeit das wichtigste im Leben sei. Als ich in die Schule kam,
      wurde ich gefragt, was ich sein will, wenn ich groß bin. Ich schrieb
      "fröhlich". Sie meinten, ich hätte den Arbeitsauftrag nicht verstanden.Ich sagte ihnen, sie hätten das Leben nicht verstanden."

      -John Lennon
    • hello

      ich kenne das. nicht alles, aber vieles davon. schon sehr lange.

      ich hab für mich gelernt: angst kann man nicht wegmachen, angst kann man nicht kontrollieren, ihr ebenso nicht aus dem weg gehen o.ä.

      mit der angst kann man nur umgehen. man kann ihr einen platz geben, einen platz einräumen, einen fixen platz - einen, auf den man sie ggf. dann auch mal verweisen kann, ohne zu diskutieren.
      aufhören angst vor der angst zu haben, sondern vielmehr sagen, komm her angst, spielen wir zusammen - im wissen, dass du das spiel gewinnst.
      vll. auch mal ein spiel von dir aus beginnen.. und gewinnen.

      ich denke nicht, dass die angst irgendwann mal freund wird. bei mir ist sie nun nach jahren .. hm .. beigemüse? geworden. immer da, aber beigemüse, das selten grossartig was zu fiepsen hat.

      liebe grüsse
    • Die generalisierte Angststörung
      Die generalisierte Angststörung ist gekennzeichnet durch frei flottierende Ängste, die psychischen Abwehrmechanismen versagen hier weitgehend bei dem Versuch, die Angst zu binden und auf ein Objekt auszurichten (wie dies etwa bei der Phobie gelingt). Damit gehört diese Angstform zu den schwereren Angststörungen und verweist auf eine "strukturelle Störung", also auf eine Störung, die nicht primär durch einen inneren Konflikt bedingt ist, sondern durch eine Verletzlichkeit der Persönlichkeitsorganisation. Desintegrationsängste, Verfolgungsängste oder Trennungsängste können dominieren, was jeweils andere Leitlinien für die psychotherapeutische Behandlung erfordert. Patienten mit generalisierten Angststörungen benötigen oft sehr viel psychische Energie, um nicht von den Ängsten überwältigt zu werden. Diese Energie steht dann für andere wichtige Leistungen nicht mehr zur Verfügung. Es finden sich oft Beeinträchtigungen der Konzentration und in der Regulation der Affekte. Angstpatienten sind meist schnell erregbar, meist in dauerhafter Anspannung. Stimmungsmässig wechseln sie oft zwischen magischen Grössen- und Allmachtsphantasien einerseits und Vernichtungsgefühlen andererseits. Beziehungen sind somit oft maximal belastet und scheitern häufig.

      psychiatriegespraech.de/psychi…ngst/angst_aetiologie.php

      Im Nachhinein, Wednes, erscheint das zwingend die Folge von deinen jahrelangen erfolglosen Versuchen, irgendwie Halt zu finden. Es gibt doch nichts, was du noch nicht probiert hast. Du bekommst einfach keine Substanz (nicht Substanzen), Richtung, Stabilität usw. in dein Leben, du konntest die Angst nicht binden, mit Essstörung nicht, mit Benzos nicht, mit ... nicht. Diese generalisierte Form ist eigentlich nicht zu vermeiden. Was kannst du tun?
      Wenn du zur Zeit heterosexuell und nicht-muslimisch bist, dann werde doch Nonne?
    • Hej Atropina

      Ich habe mit Panik seit wenigen Jahren zu tun und habe noch keinen Weg
      gefunden damit umzugehen. Klar versuche ich aus der Bahn auszusteigen,
      wenn mir übel wird und ich meine fliehen zu müssen aber ich bin da auch
      schon umgekippt und habe es nicht mehr raus geschafft als die Türe aufging.
      Wenn ich wieder aufstehe hilft es mir mich draußen auf eina Bank zu legen und
      ruhig zu atmen. Sieht doof aus aber geht ja nciht anders. Ich kann ja auch nicht
      mein Leben lang davor wegrennen. Mittlerweile fahre ich dann mit einer Bahn
      wenige Stationen und steige in eine andere um. so habe ich zwischendurch
      frische Luft und dann geht das fahren besser.

      Wenn mir im Kaufhaus schwindelig wird oder ich meine mein Hals schnürt sich
      zu, dann kann ich noch schnell reagieren und mich hin hocken wo es ruhiger
      ist. Am besten vor das Psychologiebücher Regal, dann wird man in Ruhe gelassen
      und nicht gefragt warum man da sitzt.

      Manchmal bekomme ich Panik wenn ich alleine im Bett liege. Dann denke ich
      ein elefant sitzt auf meiner Brust und schnürt mir die luft ab. Ich nehme
      das Handy in die Hand, weil ich dann immer der Überzeugung bin sterben zu müssen.
      Die Möglichkeit zu telefonieren beruhigt mich ein wenig. Ich bekomme dann schlecht
      Luft, mein Kreislauf ist so, dass ich niccht aufstehen kann und ich kann nur da liegen
      und es aushalten. Sprechen kann ich kaum und ich sehe nicht richtig wenn es so weit ist.
      Mein Vater/Hausarzt sagt ich solle dem nicht so viel Raum geben. Er meint Panik
      wär wie Tinitus, man soll eher versuchen das zu ignorieren.
      Klar ist Angst sinnvoll und Lebenserhaltend aber Panik ist meist unnötig.
      Für mich war es einfach wichtig, dass es ernst genommen wird und nicht als
      eingebildete Krankheit abgetan wird die aufgrunf übertriebener Selbstbeobachtung besteht.
      Mittlerweile habe ich das nur noch 3-4x im Monat und wenn ich umkippt, dann kippe
      ich um. Ist nur ein Ansporn es das nächste Mal früher zu bmerken.
    • _michelle_ schrieb:

      @lana: vll. lese ich es falsch.. aber du gibst doch deiner panik den vollumfänglichen raum, den sie haben möchte?!
      ziel wäre es, nicht auszusteigen, sich nicht hinzuhocken, nicht das handy zu nehmen und nicht umzukippen..
      Mein Ziel ist es die Zeit zu reduzieren die dafür draufgeht. Wenn ich mich nicht setze falle ich um
      und das mag ich nicht. Und mein Ziel ist es nicht den Notruf zu wählen, wenn es so weit ist.
      Die nehmen einen ja nicht für voll.
      Im Moment übe ich einfach Situationen mit denen ich Probleme habe und so denke ich wird das
      einfach immer weniger, bis es ganz verschwindet. Aber von jetzt auf gleich geht das nicht.
      Ich übe Bahnfahren und dabei von der Türe wegzugehen oder ich setz mich sogar hin dann. Und ich
      laufe durch die Innenstadt und versuche dabei mein Tempo so zu halten wie die anderen Menschen es auch
      tun. Damit ich nicht mehr so rase und mich überall durchschlängeln muss.
    • Ohje, mit Angst und Panikattacken hab ich ja auch zu kämpfen.
      Sie werden über die jahre mal stärker mals chwächer, aber in den letzten paar Jahren nurnoch stärker, verändern sich insgesammt häufig.
      Allerdings hab ich auch gelernt mir Strategien zu überlegen damit klar zu kommen.
      Hinlegen, ruhig atmen, die Tränen die mitkommen nicht unterdrücken wie ich das früher immer getan hatte....
      Aber belastend ist es natürlich schon.
      Zumal sie sich eben oft ändern.
      Manchmal habe ich Angst vor gewisen Situationen oder Orten, dann wiederrum vor diesen Orten nichtmehr aber vor anderen.
      Dann hab ich Ängste davor bestimmte Dinge zu tun, ohne grund ändert sich das dann wieder.